#Mein Partner distanziert sich von mir!?

Paarberatung

-Eine Paarbeziehung ist vergleichbar nah wie eine Mutter Kind Bindung.-

Auch in Tagen moderner Partnerschaften sind nach wie vor die Mütter, die sich um den Nachwuchs kümmern. Mütter, die sich um ihre Kinder liebevoll kümmern, ihnen Zeit und liebevolle Aufmerksamkeit schenken. So sollte es auf jeden Fall sein! Nicht immer ist das gegeben und das soll nicht vorwurfsvoll klingen. Steht eine Mutter-Kind-Beziehung unter einem schlechten Stern, weil die Mutter bzw. Bindeperson drogenabhängig oder psychisch gestört ist, kann sich das Kind zu einem problematischen Erwachsenen mit Bindungsangst entwickeln. Auch eine fehlende Vaterfigur kann sich auf die Entwicklung, besonders auf die eines Jungen auswirken.

Die Bindungstherorie

Denn der erste Kontakt eines Mannes ist der zu seiner Mutter und prägend, sagt John Bowly, Begründer der Bindungstheorie. Seine langjährige Untersuchung, die er mit Kindern und ihren Müttern durchführte, ließ ihn zu der Erkenntnis kommen, dass die Paarbeziehung einer Bindungsbeziehung ist, wie das der Mutter zu ihrem Kind. Die Mutter ist die erste wichtigste Frau im Leben eines Mannes und später wird diesen Platz seine Frau einnehmen. Bei ihr findet er das, was er in der Kindheit von seiner Mutter bekam, emotionalen Halt. Hier hat er den normalerweise den geschützten Raum und die Zuwendung seiner Frau, um Gefühle zu regulieren, wenn er genervt oder gestresst von der Arbeit kommt. Sie finden hier ihren „sicheren Hafen“! Es gibt eine Art stille Erwartung, intuitiv von der Partnerin oder dem Partner verstanden zu werden, ohne Worte. So wie wir es als Kleinkinder von unseren Eltern (Bindungspersonen) erlebt oder uns gewünscht haben.

Diese Erfahrung verläuft jetzt ins Leere, denn der Unterschied ist jetzt zu seiner Mutter- Kind-Beziehung, dass er als erwachsener Mann in der Verantwortung steht, eine gute Paarbeziehung aufzubauen. Er muss genauso wie seine Partnerin „Paararbeit“ leisten, um eine glückliche Partnerschaft zu führen. Es bedeutet aber nicht, dass sich eine nicht gute Mutter- Kind -Bindung, zwangsweise den Jungen zu einem bindungsunfähigen Partner macht. Anfangs sind es Bindungsmodelle, die Kleinkinder entwickeln und später Bindung Repräsentationen, die sich in Laufe der Jahre verfestigen.

Wenn dieser Junge im Laufe seiner Entwicklung die Möglichkeit bekommt, zu einer anderen Person eine stabile emotionale Bindung aufzubauen, kann er sich noch zu einem beziehungsfähigen Manne entwickeln. Man kann nicht sagen, dass eine wenig empathische Mutter

Immer die Entwicklung eines selbst-unsicheren Sohn bewirkt.

Auswirkungen unserer Liebeserfahrungen

Auf eine ehr subtile Weise, die dem Mann nicht bewusst ist, kann sich seine Erfahrung aus der Kindheit, seine „Liebeserfahrungen“ in der Familie auf Partnerschaft auswirken. Also, wenn dein Partner sich als „kleiner Macho“ in eurem Zusammenleben als Paar entpuppt, obwohl er zuvor alleine lebte und einen Haushalt führte, kann dieses an dem ihm vermittelten Frau- Mann- Bild in seiner Herkunftsfamilie liegen. Sein Vater und seine Mutter haben ihn ein Rollenbild gezeigt, was er nun unbewusst abspult. Alte „unbewusste“ Erwartungen:“ Wenn eine Frau im Haushalt ist, braucht Mann sich um nichts kümmern, steigen in ihm hoch“.

Auch die Vermeidung von Körperkontakt oder Umarmungen an die Hand auf der Straße nehmen ect., deuten auf einen „vermeidenden Bindungsstil“ hin.

Diese Männer meiden Nähe, obwohl sie sich danach sehnen. Vielleicht können sie sich anfangs auf eine Partnerin einlassen und lassen Nähe und Zärtlichkeiten zu. Jedoch wenn es ihnen zu viel wird, ziehen sie sich zurück und machen zu. Dieser Beziehungstyp setzt Intimität und Nähe mit dem Verlust der Unabhängigkeit gleich. Ihm sind Autonomie und Selbstbestimmung die wichtigsten Werte. Für seine Partnerin ist das sehr verletzend und verwirrend. Nicht selten sucht sie die Schuld bei sich, weil er ja anfangs verliebt schien und jetzt auf Distanz geht.

Wie kann von Bindungsangst:

Komplizierte, zerstrittene Beziehungen der Eltern sind eine häufige Ursache von Bindungsangst im Erwachsenenalter. Wenn Kinder sich z sehr anpassen mussten, damit sie den Eltern gefallen.

Eltern, denen es schwerfiel, die Entwicklung ihres Kindes einfühlsam zu unterstützen oder sich in dessen Bedürfnisse einzufühlen. Sodass das es sich verantwortlich sah, dass seine Beziehung zu den Eltern gelang.

Und dabei sich überanpasste, damit er etwas Liebe bekam. Dabei blieb aber seine eigene Identität gut zu entwickeln, teilweise auf der Strecke.

Also Bindungsängste resultieren aus der Mischung von Verlustangst und

Angst in einer nahen Liebesbeziehung.

Was braucht es, um wieder Vertrauen und Nähe zuzulassen?

Reden und austauschen von Gedanken: Kommunikation!

Man muss sich verständigen, dazu braucht man Worte und ein gegenseitiges Bemühen, den anderen wirklich wahrzunehmen mit seinen Ängsten und Gefühlen. Auch wenn du jetzt denkst, mein Gott, es braucht doch keine Worte für Gefühle. Wir denken doch gleich oder sind uns ähnlich. Viele Paare unterschätzen das ehrliche Gespräch über Gefühle, Treue, Ängste und Erwartungen und gehen davon aus, dass diese ähnlich sind. Damit ziehen sie den Nährboden für Missverständnisse und Enttäuschungen.

Wie gelingt dieses Verstehen?

Ihr könnt euch zum Beispiel 1-mal wöchentlich die Zeit nehmen und euch austauschen über Gefühle und Erwartungen. Seid dabei jedoch ehrlich und lasst den anderen ausreden. Manchmal hilft auch eine Redezeit z.B. 10 Minuten. Hier ist es wichtig, den anderen nicht zu unterbrechen oder zu widersprechen, es ist seine Zeit. Das unterstützt euch, den anderen mehr zu verstehen. Seine Ängste, Erwartungen ect. wahrzunehmen und ein Stück weit zu verstehen.

Manchmal hilft auch die Vorstellung, in die Rolle des Partners zu schlüpfen und sich die Kindheit (vorausgesetzt man kennt die Mutter) in einer Art Rollenspiel vorzustellen. Das hilft auch den Partner mehr zu verstehen.

Und wenn das alles nicht klappt und dein Partner weiterhin auf Distanz geht und sich nicht auf dich einzulassen schafft, solltet ihr euch professionelle Hilfe suchen.

Ich wünsche dir nun alles Gute und eine glückliche Partnerschaft,

deine

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